Rettungsweste an der Kreuzkirche symbolisiert die Solidarität mit Flüchtlingen

Die Kirchen im Wandsetal haben sich von der Initiative von zehn Hannoveraner Kirchengemeinden inspirieren lassen. Die Idee aus Hannover ist, die Arbeit des internationalen Aktionsbündnisses „Seebrücke“ zu unterstützen. Die Rettungswesten an den Kirchen symbolisieren die Solidarität mit Flüchtlingen und Seenotrettern im Mittelmeer. Von Palmsonntag bis zum ersten Sonntag nach Ostern läuft diese Friedensaktion unter dem Motto der Jahreslosung 2019 „Suche den Frieden und jage ihm nach“, Psalm 34,15.

Die Kreuzkirche ist nun die vielleicht erste Kirche in Hamburg, die die Botschaft sendet „Wir solidarisieren uns mit den Menschen auf der Flucht und in Seenot. Wir solidarisieren uns mit denen, die ertrunken sind und denen, die um sie trauern. Wir solidarisieren uns mit allen, die helfen.“ Und das genau vermittelt die kleine rote Weste an dem Kirchenfenster.

Das internationale Aktionsbündnis Seebrücke setzt sich für sichere Fluchtwege nach Europa und eine Entkriminalisierung der Seenotrettung ein. Menschen versuchen verzweifelt Europa über das Mittelmeer zu erreichen, nachdem sie Krieg und Folter entflohen sind. Und dann geraten sie in Seenot. Hier muss geholfen werden.

Die Initiative „Seebrücke“ ist seit einem knappen Jahr aktiv und findet Unterstützung von vielen zivilgesellschaftlichen Organisationen in Deutschland. Auf Initiative der Seebrücke erklärten sich inzwischen fast 50 Städte und Gemeinden zum „sicheren Hafen“. Diese Orte sind bereit, aus Seenot gerettete Menschen zu versorgen und zwar zusätzlich zur sogenannten Verteilungsquote.

Die Aktion „Rettungswesten an Kirchen“ als Zeichen der Solidarität startete bereits zu Beginnn des Jahres in Dessau. Nun folgen die Hannoveraner Kirchen – es sollen inzwischen 16 sein. Und wir setzen hier ein christliches Zeichen in Hamburg und laden alle Kirchen herzlich ein, sich dieser Friedensaktion auch anzuschließen – „Suche den Frieden und jage ihm nach“.