Seelsorge im Alter/Projekte

Wandsbeker Biografie-Werkstatt

Oma, erzähl doch mal! Wie schreibt man seine Lebenserinnerungen auf?

„Meine Enkelin hat mir zum Geburtstag ein Buch mit vielen Leerräumen geschenkt, und mich gefragt, ob ich nicht meine Lebenserinnerungen aufschreiben wolle.“ So eröffnete kürzlich eine Wandsbeker Bürgerin das Telefongespräch. „Ich habe mich über die Bitte meiner Enkeltochter gefreut, aber ich merke, dass ich dabei Hilfe brauche. Können Sie mir nicht Tipps geben, wie man seine Biografie schreibt?“

Die eigenen Lebenserinnerungen, oder einen Teil davon, aufzuschreiben ist der Wunsch vieler Menschen. Zum einen kann man auf diesem Weg so etwas wie ein Erinnerungsvermächtnis an die nächsten Generationen weitergeben und zum anderen ist es auch für einen selbst sehr spannend, in die eigene Biografie „einzutauchen“.Fast immer kommt man durch das Aufschreiben mit längst versunkenen Erinnerungen wieder an die Oberfläche zurück und es werden frühere Orte und Personen wieder lebendig. Erinnerungen bergen die Schätze eines langen Lebens!

Sich mit Humor und Respekt in einer Schreibgruppe auszutauschen und zum Weiter-Schreiben zu motivieren, ist sehr hilfreich. Das eigene Schreiben bekommt dadurch Ordnung und Struktur; Stil und Ausdruck verbessern sich.
Unsere Wandsbeker Biografie-Werkstatt startet im April einen zusätzlichen Zweig für das autobiografische Schreiben. Die Teilnehmer erhalten Wissen über die Techniken biografischen Schreibens und werden auf vielfältige Weise in ihrem eigenen Schreibprozess unterstützt. Eingeladen sind alle, die ihre Lebenserinnerungen selbst aufschreiben wollen.

Für weitere Infos nehmen Sie bitte Kontakt auf mit
Pastor Jan Simonsen, Seelsorge im Alter (Tel. 040 696 45 040)

 

Projekt: Musik ohne Noten! Seien Sie dabei

Vielleicht haben Sie schon lange danach gesucht: Ein Musikinstrument, das Sie ohne Notenkenntnisse spielen können. Solch ein Instrument möchten wir Ihnen gerne vorstellen! Die Tischharfe ist ein Saiteninstrument, bei dem ein Notenblatt unter die Saiten geschoben wird. So können Sie (wie bei Malen nach Zahlen) den Punkten folgend, einfach die Melodie mit dem Zeigefinger zupfen. Und das macht sofort großen Spaß! Am Info-Abend können Sie es ausprobieren! Das Instrument klingt wunderbar, kennt keine Altersbegrenzung und kann für nur 5 € im Monat ausgeliehen werden.

In unserer Gemeinde-Region wurden zwei Harfenspiel-Gruppen für SeniorInnen aufgebaut, die von musikalisch interessierten Laien geleitet werden.

Unsere Tischharfengruppen treffen sich im ASB Tonndorf (Ahrensburger Straße) und im Gemeindehaus neben der Tonndorfer Kirche.

Info und Anmeldung: Pastor Jan Simonsen, Seelsorge im Alter (040 696 45 040)

 

Film-Abend: Töchter ohne Väter

Dokumentarfilm

Nachdem im Frühjahr mit großem Erfolg der Dokumentarfilm über die „Söhne ohne Väter“ in Wandsbek-Gartenstadt gezeigt wurde, lädt die Pfarrstelle „Seelsorge im Alter“ nun zum Dokumentarfilm über die Töchter der Kriegskinder-Generation ein, die ohne Vater aufgewachsen sind. Neun kriegsbedingt vaterlos aufgewachsene Töchter sprechen in diesem Film über ihre Erfahrungen, Gedanken und Gefühle. Der Regisseur Andreas Fischer gestaltete einen eindrücklichen Film, der die gemeinschaftliche Erfahrung der Vaterlosigkeit in der Kriegskindergeneration vermittelt: Rund ein Drittel aller Kinder wuchsen in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg ohne Vater auf.

Die Folgen einer solchen Kindheit wurden lange Zeit nicht wahrgenommen oder verharmlost. Die führenden Kinderärzte der Nachkriegszeit waren der Meinung, dass Bombenkrieg, Bilder der Zerstörung, die Erlebnisse von Flucht und Vertreibung und das Aufwachsen mit nur einem Elternteil keinen nennenswerten Einfluss auf die Entwicklung von Jungen und Mädchen hatten. Erst seit gut zwei Jahrzehnten wird in Familien und in der Öffentlichkeit offen über die Erfahrungen der Kriegskinder gesprochen und die „vergessene Generation“ (Sabine Bode) hat ihr Schweigen gebrochen und sich selbst zu Wort gemeldet. Im Dokumentarfilm von 2016 kommen nun die Töchter zu Wort. Es entsteht ein intensives Portrait einer ganzen Generation. Nach dem Film gibt es die Möglichkeit zum Austausch unter der Moderation von Diakonin Helga Westermann und Jan Simonsen. Eintritt frei.

Ort: Stephanstraße 117, 22047 Hamburg; Informationen: P. Jan Simonsen (040 696 45 040)

© Karin Hug (vor dem Filmplakat)